DEDeutsch Text

[DE nach unten scrollen]

Blind Men and an Elephant is a universal story about several blind men encountering an elephant for the first time. Each touches a different part and imagines something else – a tree, a snake, a wall. None is entirely wrong, yet none perceives the whole. The parable suggests that language does not capture reality itself, but only our partial experience of it. Understanding across perspectives remains incomplete.

This group exhibition begins from that premise. Bringing together diasporic and transnational discourses, it examines site-specific approaches to language, body, materiality and place. Through the notion of the exophonic, where voices and cultural references overlap and collide, language emerges as both a means of connection and a site of fracture. Here, the “mother tongue” is not a fixed origin but a shifting terrain shaped by memory, distance, and change. The artworks unsettle ideas of belonging and question stable notions of linguistic and cultural identity.

Like the blind men circling the elephant, they approach something larger than any single viewpoint, a whole sensed only in fragments.

Amelie Cha
Anastasia Akhvlediani
Anvita Jain
Anna Pentzlin
Chuyun Meng
Delia Prodan
Jahy Hwang
Maja Stojkovska
Max Frohn
Sylvia Berte
YeGyu Shin

Exhibition: 24.4-8.5.2026   —–    Opening: 23.4.2026 / 18h

ENEnglish Text

„Die blinden Männer und der Elefant“ ist eine universelle Geschichte über mehrere blinde Männer, die zum ersten Mal einem Elefanten begegnen. Jeder berührt einen anderen Teil und stellt sich etwas anderes vor – einen Baum, eine Schlange, eine Wand. Keiner liegt völlig falsch, doch keiner erfasst das Ganze. Die Parabel legt nahe, dass Sprache nicht die Realität selbst erfasst, sondern nur unsere partielle Erfahrung davon. Das Verständnis über verschiedene Perspektiven hinweg bleibt unvollständig.

Diese Gruppenausstellung geht von dieser Prämisse aus. Indem sie diasporische und transnationale Diskurse zusammenführt, untersucht sie ortsspezifische Ansätze zu Sprache, Körper, Materialität und Ort. Durch den Begriff des Exophonen, bei dem sich Stimmen und kulturelle Bezüge überschneiden und aufeinanderprallen, erweist sich Sprache sowohl als Mittel der Verbindung als auch als Ort der Zerrissenheit. Hier ist die „Muttersprache“ kein fester Ursprung, sondern ein sich wandelndes Terrain, das von Erinnerung, Distanz und Wandel geprägt ist. Die Kunstwerke stellen Vorstellungen von Zugehörigkeit infrage und hinterfragen festgefahrene Vorstellungen von sprachlicher und kultureller Identität.

Wie die Blinden, die den Elefanten umkreisen, nähern sie sich etwas an, das größer ist als jeder einzelne Blickwinkel – einem Ganzen, das sich nur in Fragmenten erahnen lässt.